Haben Sie in den letzten Monaten öfters überlegt, wie Sie Ihr sauer verdientes Erspartes sicher anlegen können? Haben Sie endgültig genug von Börsenspekulationen und den ständigen Berg- und Talfahrten an den Börsen? Dann ist die Zeit reif, sich Gedanken über sogenannte Realwerte zu machen. Wenn Sie genügend Erspartes auf der hohen Kante haben bzw. gerade noch retten konnten, dann könnten Sie sich überlegen, in Immobilien zu investieren. Diese stellen einen bleibenden Wert da. Selbst wenn die Grundstücks- bzw. Immobilienpreise in den Keller rasseln, haben Sie etwas „Handfestes“ (eben nicht nur „Papier“) zur Verfügung. Hier bieten sich dann auch verschiedene Möglichkeiten an: Entweder Sie erwerben das Grundstück bzw. ein Grundstück mit Haus oder auch eine Eigentumswohnung für den Eigenbedarf, bewohnen es dann selbst und ersparen sich somit die monatlichen Mietzahlungen an einen Vermieter, eine Genossenschaft, die Gemeinde, etc.! Oder aber Sie sind mit Ihren derzeitigen Wohnverhältnissen dermassen zufrieden, daß Sie eine Immobilie als zusätzliche Wertanlage in Betracht ziehen. Diese wird dann von Ihnen vermietet. Dabei ist unter anderem darauf zu achten, daß Sie im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen eine ausreichende Kaution verlangen. Diese Kaution wird für eine Wohnung, bei der nicht so viel kaputt gehen kann, realistischerweise weniger ausmachen als bei einem Haus, wo die „falschen“ Mieter sehr wohl einiges anrichten können, das mit der Kautionssumme nicht so ohne weiteres wieder gut gemacht werden kann. Ausserdem müssen Sie bedenken, daß es von Gerichtsseite her einige Zeit dauern kann, bis Sie das Mietobjekt wieder von den unerwünschten Mietern frei bekommen. In dieser Zeit laufen z.B. bei einem Haus weiterhin Kosten für die Abfallentsorgung an, die Ihnen dann im Endeffekt berechnet werden, und die sie nur im Zuge von Regressforderungen Ihren Mietern in Rechnung stellen können. So denn von diesen noch etwas zu holen ist. Oftmals stellt sich leider heraus, daß die so nett und gepflegt wirkenden, brav arbeitenden neuen Mieter schon seit Jahren arbeitslos sind, über keinerlei oder sehr geringe Einkünfte verfügen und zudem noch eine grössere oder kleinere Menge Kinder mitbringen (Achtung! Dadurch sind diese vom Gesetz her noch zusätzlich geschützt, weil die Kinder ja – verständlicherweise - auch einen gewissen Schutz brauchen.) Im Zuge der Nachforschungen erfährt man dann oft wahre Horror-Geschichten über Dinge, die die „netten Mieter“ bereits bei anderen Vermietern angestellt haben. Das reicht von der Demontage von Warmwasserspeichern (natürlich ohne entsprechenden Ersatz) übers Verheizen von Parkettböden bis hin zu unerlaubter Untervermietung (wobei kassiert wird, aber die eigene Miete nicht bezahlt wird). Diese Liste lässt sich beliebig erweitern. Es gab schon Fälle, wo Hausmieter Swimmingpools errichten liessen und diese nie bezahlten (in diesem Fall haftet allerdings nicht der Eigentümer, es ist jedoch mit mühseligen Gerichtswegen und Verhandlungen verbunden). In Deutschland entstand dafür ein eigener Ausdruck: die sogenannten „Mietnomaden“. Diese ziehen von Wohnung zu Wohnung bzw. von Haus zu Haus. Immer in dem Wissen, daß sie die Miete nicht bezahlen werden können. Sie hinterlassen Chaos und Zerstörung. Ist ja verständlich – mit dem Eigentum eines anderen geht man leichtfertiger um als mit dem eigenen Eigentum. Oftmals sind dann Wohnungen oder Häuser erst wieder bewohnbar, nachdem eine Entsorgungsfirma den Müll der vergangenen Monate, der dort einfach gelagert wurde, beseitigt hat und umfangreiche Renovierungsarbeiten stattgefunden haben. Zusammengefasst lässt sich also sagen: wenn Sie selbst in zufriedenstellenden Wohnverhältnissen leben, dann kann im Hinblick auf eine zusätzlich zu kaufende Immobilie eine Wohnung durchaus das Richtige für Sie sein. Als Wertanlage und für die Vermietung an andere bringt zwar ein Haus monatlich unter Umständen mehr, diese Anlageform ist aber auch mit höheren Risken verbunden. Ein Haus ist also eher für Sie selbst als Anlageform geeignet, als für die Weitervermietung. Hier können Sie monatliche Zahlungen einsparen. Beachten Sie aber dabei immer: auch ein Haus verursacht Kosten. Sie müssen z.B. die Fassade in Ordnung halten, zahlen höhere Versicherungsprämien, auch Fenster gehören von Zeit zu Zeit ausgetauscht usw. Im Vorfeld gilt es daher zu überlegen: was will ich mit meinem Ersparten tatsächlich machen? Es mir selbst verbessern oder es als Wertanlage betrachten und in ein grösseres Objekt mit grösserem Risiko (Haus) oder in ein (oder auch mehrere) kleinere Objekte (Wohnungen) mit kleinerem bzw. breit gestreuterem Risiko investieren? Sollten Sie detailliertere Auskünfte zur Entscheidungsfindung benötigen, so berät Sie der Immobilienhändler Ihres Vertrauens bzw. Ihr Bankberater gerne. Es geht um Ihr Geld und Sie sollten es vernünftig und sinnvoll anlegen! Damit Sie auch in Zukunft nicht mit ständigem Ärger zu tun haben, sondern sich entspannt zurücklehnen können, während Ihr Kapital sozusagen „sicher für Sie arbeitet“.