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In der Sexualität verhält es sich so, daß die meisten Frauen sich nicht gerne beim Liebesspiel zusehen lassen möchten. Es ist für sie ein wenig mit „Unsicherheit“ behaftet. Sozusagen: wer weiss, was dem anderen einfällt und ob dieser dann vielleicht plötzlich mittun möchte. Was, wenn der eigene Partner das dann zulässt? Ist das nicht ein Zeichen dafür, daß ihm nicht genug an der Frau liegt und daß er sie „einfach so“ mit anderen teilt? Und da die meisten Frauen sehr partnerbezogen sind, also Sex mit einem Partner (zumindest in diesem Augenblick) haben möchten, ist es von Frauenseite her nicht so willkommen, Zuseher zu haben. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel! Es gibt nämlich durchaus auch Frauen, die sich „dabei“ gerne mehr oder weniger dezent zusehen lassen, sich sozusagen „bestätigt“ fühlen und das Kribbeln geniessen, zu wissen, daß ein Dritter auch seine Freude daran hat. Am meisten kann es von einer Frau genossen werden, wenn sie sich sicher ist, daß der Partner keinen anderen Mann aktiv „mitspielen“ lassen wird. Dann hat sie auf einer Seite als Frau die Sicherheit, nicht „geteilt“ werden oder sich einem anderen hingeben zu müssen und auf der anderen Seite den Kick, daß ihr jemand dabei zusieht, sie attraktiv findet und dies als sehr anregend empfindet. Das ist durchaus nicht verwerflich, solange alle auf Ihre Kosten kommen. Sobald der Dritte sich aktiv beteiligen möchte, wird es allerdings kritisch. Dann kommt meist auch Eifersucht mit ins Spiel und damit auch Komplikationen. Diesen kann man aus dem Weg gehen, indem man es bei passivem Zusehen belässt. Voyeurismus und Exhibitionismus sind jedenfalls weiter verbreitet, als man annimmt, was daher kommt, daß sich fast niemand offen dazu bekennt und sozusagen ein „Schrei der Entrüstung“ durch unsere Gesellschaft geht, sobald ein diesbezüglicher Fall publik wird. Vielleicht sollten wir alle einmal lernen, den Anblick von uns selbst und den anderen zu geniessen. Auch wenn wir nicht so „perfekt“ sind wie die Models aus der Werbung (wobei der Perfektionismus im Auge des Betrachters liegt, Bildbearbeitungsprogramme ihr übriges dazu tun und Schönheit immer eine Frage des Zeitgeists und der Gesellschaft ist). Schliesslich hat jeder Mensch seine Vorzüge, jeder seine schönen Seiten bzw. schönen Details…! Und vielleicht sollten wir  auch lernen, es zu geniessen, anderen dabei zuzusehen und uns „Anregungen“ zu holen. Dann bräuchten wir uns auch nicht mehr zu entrüsten, wenn andere dies tun.

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